HC KÖLN-WEST RHEINOS

Rheinos gewinnen Europapokal 2017!

17.07.2017 11:46

Die Rheinos gewinnen in Duisburg zum insgesamt dritten Mal den Europapokal, den größten Vereinstitel im Inline-Skaterhockey. In einem packenden Finale setzte man sich gegen die Bienne Seelanders aus der Schweiz verdient mit 5:3 durch. 

Knapp neun Jahre ist es her, als der HC Köln-West, der damals noch ohne seinen Beinamen „Rheinos“ auflief, in Duisburg im Sommer 2008 erstmalig Europapokalsieger wurde. Damals mit dabei Spieler wie Alexander Stupp, René Müller oder Max Bankewitz – aber auch Robin und David Weisheit, Meik Kemmerling, Kai Esser und viele weitere, für die sich nun nach fast einem Jahrzehnt der Kreis schließt. Denn an eben jener Stelle des ersten Triumphes setzte sich die Mannschaft der Rheinos zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte die Krone des europäischen Skaterhockeys auf. Bis zu diesem großartigen Erfolg war es jedoch ein langer und nicht immer einfacher Weg. „Aus der Vergangenheit wussten wir, dass wir uns im Verlauf des Turniers steigern können und müssen, um punktuell am letzten Tag und im Optimalfall im letzten Spiel unsere Topleistung abzurufen. Das hat im ganzen Team wunderbar geklappt und war neben der großen Willensstärke der Grundstein für den Erfolg“, spricht Trainer Hans Hermann Merkel, der die Mannschaft nach seiner langen und erfolgreichen Zeit als Spieler in Köln erst in diesem Jahr von Victor Martinez übernommen hat, den Verlauf des Wettkampfes an.

 

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So musste man sich am ersten Tag in der Vorrunde zunächst dem späteren Finalgegner aus Bienne mit 3:4 geschlagen geben, nachdem man die Dark Vipers aus Salzburg im Auftaktmatch mit 2:1 schlagen konnte. Mit zwei Punkten ging es in eine gut besetzte Zwischenrunde gegen die zuvor überzeugende und ungeschlagene Mannschaft aus Givisiez (Schweiz) und starke Dänen aus Gentofte. Ein Sieg war für das Erreichen des Viertelfinales Pflicht. Die Rheinos nahmen diese Hürde jedoch souverän und zogen mit einem Sieg (4:1 gegen Givisiez) und einem Unentschieden gegen Gentofte (2:2) in die Runde der letzten Acht ein.  

Hier wartete mit dem SHC Rossemaison ein schwer zu bespielender Gegner, den man nach einem hektischen Spiel und einem 0:2 Rückstand erst durch einen krachenden Schlagschuss von Kai Esser in der Verlängerung besiegte. Es war vielleicht so etwas wie die Initialzündung für die letzten beiden Spiele, zeigten die Rheinos im Halbfinale gegen Titelverteidiger Essen doch die wahrscheinlich beste Halbzeitleistung im Turnier. Angetrieben vom nimmermüden Kapitän David Weisheit dominierte man durch schnelles und geradliniges Spiel die ersten 15 Minuten und führte bereits mit 5:0. Essener Anschlusstreffer konterte man im zweiten Durchgang stets mit eigenen Treffern und zog mit einem überzeugenden 8:4 wie im Vorjahr ins Finale ein. Jannik Marke und Raphael Scheu trafen dabei jeweils doppelt. 

Im Endspiel konnten die Rheinos noch einmal zulegen und waren über weite Strecken leicht feldüberlegen. Jedoch zeigten sich die Seelanders aus Bienne wie im ersten Aufeinandertreffen erneut zweikampf- und vor allen Dingen schussstark. Nachdem man im ersten Durchgang mit 3:2 in Führung ging (Kölner Treffer durch Nicola Krause, Benjamin Handrich und Robin Weisheit), fielen im Mittelabschnitt keine Treffer – ein weiteres Indiz dafür, dass auf dem Feld kein Zentimeter kampflos aufgegeben wurde. Bereits nach 20 Sekunden im letzten Drittel konnte Robin Weisheit nach schöner Einzelleistung auf 4:2 stellen und den Rheinos etwas Luft verschaffen. Als aber Bienne im Nachfassen wieder auf einen Treffer herankam, stellte sich eine intensive Schlussphase ein. Eine Überzahl knapp drei Minuten vor Schluss brachte jedoch die endgültige Entscheidung, als Kai Esser humorlos von der Mittellinie traf. Den Rest des Spiels arbeiteten die Rheinos sprichwörtlich zu Ende und verteidigten auch gegen fünf Seelanders geschickt, bis die Schlusssirene die Feierlichkeiten bei Spielern und Anhang einläutete. 

Neben einem starken Marc Baumgarth im Tor brachten im Gegensatz zum letzten Jahr, als man nach einem kräftezehrenden Turnier im Finale den Rockets aus Essen unterlag, aber auch die zu Saisonbeginn zu den Rheinos gestoßenen Denis Kobe und Raphael Scheu Tiefe und Qualität ins Team. „Beide sind erfahrene Spieler, die wissen, worauf es in Schlüsselsituationen ankommt“, weiß Trainer Merkel um die Stärken der Neuzugänge. „Zu betonen ist aber, dass die geschlossene Teamleistung jedes einzelnen, ob auf dem Spielfeld oder hinter der Bande, diesen Erfolg möglich gemacht hat“.

Besonderer Dank gilt neben der mitgereisten Unterstützung aus Köln den Duisburg Ducks, die als Veranstalter ein rundum gelungenes Turnier auf die Beine gestellt haben!

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